Flanschgummidichtung

Industriegummi

Naturkautschuk ist beständig gegen verschiedene Medien wie Süßwasser, Salzwasser, Luft, Inertgase, Laugen und Salzlösungen; Mineralöl und unpolare Lösungsmittel schädigen ihn jedoch. Er ist bei niedrigen Temperaturen hervorragend geeignet und kann dauerhaft bei einer Temperatur von maximal 90 °C eingesetzt werden. Er ist bis -60 °C einsatzfähig. Siehe das obige Beispiel.

Für Nitrilkautschuk sind Erdölprodukte wie Heizöl, Schmieröl und Mineralöl geeignet. Der Temperaturbereich für den Dauereinsatz liegt bei 120 °C, in heißem Öl bei 150 °C und bei niedrigen Temperaturen zwischen -10 °C und -20 °C.

Meerwasser, schwache Säuren, schwache Laugen, Salzlösungen, ausgezeichnete Beständigkeit gegen Sauerstoff- und Ozonalterung, Ölbeständigkeit, die geringer als bei Nitrilkautschuk, aber besser als bei anderen allgemeinen Kautschuken ist, Langzeiteinsatztemperaturen unter 90 °C, maximale Einsatztemperaturen von höchstens 130 °C und niedrige Temperaturen zwischen -30 und 50 °C sind allesamt für Chloroprenkautschuk geeignet.

Fluorkautschuk kommtEs ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich, die alle eine gute Beständigkeit gegenüber Säuren, Oxidation, Öl und Lösungsmitteln aufweisen. Die Dauereinsatztemperatur liegt unter 200 °C, und es kann mit praktisch allen sauren Medien sowie einigen Ölen und Lösungsmitteln verwendet werden.

Die Gummidichtung dient hauptsächlich als Flanschdichtung für Rohrleitungen oder häufig auch für abgerissene Schächte und Handöffnungen. Der Druck beträgt maximal 1,568 MPa. Gummidichtungen sind die weichsten und haften am besten unter allen Dichtungsarten und erzielen bereits mit geringem Anziehdruck eine Abdichtung. Aufgrund ihrer Dicke bzw. geringen Härte kann die Dichtung jedoch unter Innendruck leicht herausgedrückt werden.

Gummifolien werden in organischen Lösungsmitteln wie Benzol, Ketonen, Ethern usw. eingesetzt, die aufgrund von Quellung, Gewichtszunahme, Erweichung und Verklebung zu Dichtungsschäden führen können. Im Allgemeinen ist die Verwendung bei einem Quellungsgrad von über 30 % nicht mehr möglich.

Gummidichtungen sind in Vakuum- und Niederdruckumgebungen (insbesondere unter 0,6 MPa) vorzuziehen. Das Gummimaterial ist dicht und nur geringfügig luftdurchlässig. Für Vakuumbehälter eignet sich beispielsweise Fluorkautschuk am besten als Dichtung, da der Vakuumpegel bis zu 1,3 × 10⁻⁷ Pa erreichen kann. Die Gummidichtung muss vor dem Einsatz im Vakuumbereich von 10⁻¹ bis 10⁻⁷ Pa getrocknet und evakuiert werden.

Asbestgummiplatte

Obwohl dem Dichtungsmaterial Gummi und verschiedene Füllstoffe beigemischt wurden, besteht das Hauptproblem darin, dass es die vorhandenen winzigen Poren nicht vollständig abdichten kann und trotz des niedrigeren Preises und der einfachen Handhabung eine geringe Durchlässigkeit aufweist. Daher ist es selbst bei nicht übermäßigem Druck und keiner extremen Temperatur für stark verunreinigte Medien geeignet. Durch die Verkohlung von Gummi und Füllstoffen in bestimmten Hochtemperatur-Ölmedien, die üblicherweise gegen Ende der Nutzungsdauer auftritt, nimmt die Festigkeit ab, das Material lockert sich und es kommt zu Durchlässigkeit an der Grenzfläche und im Inneren der Dichtung, was zu Verkokung und Rauchentwicklung führt. Darüber hinaus haftet die Asbestgummimatte bei hohen Temperaturen leicht an der Flanschdichtfläche, was den Dichtungswechsel erschwert.

Die Festigkeitserhaltung des Dichtungsmaterials bestimmt den Dichtungsdruck in verschiedenen Medien unter Hitzeeinwirkung. Asbestfaserhaltige Materialien enthalten sowohl Kristallwasser als auch Adsorptionswasser. Oberhalb von 500 °C beginnt das Kristallwasser auszufallen, wodurch die Festigkeit abnimmt. Bei 110 °C sind zwei Drittel des zwischen den Fasern adsorbierten Wassers ausgefällt, und die Zugfestigkeit der Faser hat um etwa 10 % abgenommen. Bei 368 °C ist das gesamte adsorbierte Wasser ausgefällt, und die Zugfestigkeit der Faser hat um etwa 20 % abgenommen.

Die Festigkeit von Asbestgummiplatten wird maßgeblich vom Medium beeinflusst. So variiert beispielsweise die Querzugfestigkeit der ölbeständigen Asbestgummiplatte Nr. 400 zwischen Flugzeugschmieröl und Flugbenzin um 80 %. Dies liegt daran, dass die Quellung des Gummis in der Platte durch Flugbenzin stärker ist als durch Flugzeugschmieröl. Vor diesem Hintergrund liegen die sicheren Betriebstemperatur- und -druckbereiche für die inländische Asbestgummiplatte XB450 bei 250 °C bis 300 °C und 3 bis 3,5 MPa; die maximale Temperatur für die ölbeständige Asbestgummiplatte Nr. 400 beträgt 350 °C.

Asbestgummiplatten enthalten Chlorid- und Schwefelionen. Metallflansche können nach Wasseraufnahme schnell Korrosionsablagerungen bilden. Insbesondere ölbeständige Asbestgummiplatten weisen einen um ein Vielfaches höheren Schwefelgehalt als herkömmliche Asbestgummiplatten auf und sind daher für den Einsatz in nicht-öligen Medien ungeeignet. In Öl und Lösungsmitteln quillt die Dichtung zwar auf, was jedoch bis zu einem gewissen Grad die Dichtwirkung praktisch nicht beeinträchtigt. Beispielsweise wird eine ölbeständige Asbestgummiplatte Nr. 400 einem 24-stündigen Tauchtest in Flugbenzin bei Raumtemperatur unterzogen. Dabei darf die Gewichtszunahme durch Ölaufnahme maximal 15 % betragen.


Veröffentlichungsdatum: 20. April 2023

Anwendung

Unterirdische Pipeline

Unterirdische Pipeline

Bewässerungssystem

Bewässerungssystem

Wasserversorgungssystem

Wasserversorgungssystem

Ausrüstungsbedarf

Ausrüstungsbedarf