10 Tabus der Ventilinstallation (2)

Tabu 11

Das Ventil ist falsch montiert. Beispielsweise ist das Kugelventil oderRückschlagventileDie Fließrichtung des Wassers (oder Dampfes) ist entgegengesetzt zum Schild, und der Ventilschaft ist nach unten gerichtet. Das Rückschlagventil ist vertikal und nicht horizontal montiert. Bitte weg von der Inspektionstür.

Folgen: Das Ventil funktioniert nicht richtig, der Schalter lässt sich nur schwer reparieren und der Ventilschaft zeigt häufig nach unten, was zu Wasserlecks führt.
Maßnahmen: Beachten Sie die Einbauhinweise des Ventils genau. Lassen Sie genügend Öffnungshöhe für die Schaftverlängerungen desAbsperrschiebermit steigender Spindel. Berücksichtigen Sie bei der Verwendung von Absperrklappen den Drehbereich des Griffs. Die Spindeln verschiedener Ventile sollten nicht tiefer als waagerecht oder gar nach unten gerichtet sein. Bei Unterputzventilen sollte neben einer Revisionsklappe, die das Öffnen und Schließen des Ventils ermöglicht, auch die Ventilspindel zur Revisionsklappe zeigen.

Tabu 12

Die eingebauten Ventile' Modelle und Spezifikationen entsprechen nicht den Konstruktionsstandards. Beispielsweise wird in der Saugleitung einer Feuerlöschpumpe ein Absperrventil verwendet, wenn der Rohrdurchmesser kleiner oder gleich 50 mm ist, und in der Trocken- und Standleitung einer Warmwasserheizung wird ein Absperrventil verwendet, wenn der Nenndruck des Ventils kleiner als der Systemprüfdruck ist.

Die Folgen: Die Art und Weise, wie das Ventil normalerweise öffnet und schließt, sowie die Einstellung von Widerstand, Druck und anderen Funktionen ändern sich. Schlimmer noch: Das Ventil geht kaputt und muss während des Betriebs repariert werden.

Maßnahmen: Informieren Sie sich über das Anwendungsspektrum verschiedener Ventile und wählen Sie die Ventilspezifikationen und das Ventilmodell entsprechend den Anforderungen des Designs aus. Der Nenndruck des Ventils muss den Prüfdruckspezifikationen des Systems entsprechen. Gemäß Baunorm sollte ein Absperrventil verwendet werden, wenn der Durchmesser der Wasserversorgungsleitung kleiner oder gleich 50 mm ist; bei einem Durchmesser über 50 mm sollte ein Absperrschieber verwendet werden. Absperrklappen sollten nicht für Saugleitungen von Feuerlöschpumpen verwendet werden, und Absperrschieber sollten für trockene Warmwasserbereiter und vertikale Regelventile verwendet werden.

Tabu 13

Vor dem Einbau der Armatur wird die erforderliche Qualitätsprüfung nicht vorschriftsmäßig durchgeführt.

Folgen: Während des Systembetriebs kommt es zu Wasser- (oder Dampf-)Leckagen, da der Ventilschalter flexibel ist und der Verschluss nicht fest sitzt. Dies macht Nacharbeiten und Reparaturen erforderlich und kann sogar die normale Wasser- (oder Dampf-)Versorgung beeinträchtigen.

Maßnahmen: Vor dem Einbau des Ventils sollte eine Druckfestigkeits- und Dichtheitsprüfung durchgeführt werden. 10 % jeder Charge (gleiche Marke, gleiche Spezifikation, gleiches Modell) müssen nach dem Zufallsprinzip für die Prüfung ausgewählt werden, jedoch nicht weniger als eins. Festigkeits- und Dichtheitsprüfungen sollten einzeln an jedem geschlossenen Ventil durchgeführt werden, das an der abzusperrenden Hauptleitung angebracht wird. Für den Festigkeits- und Dichtheitsprüfdruck des Ventils ist der „Code for Construction Quality Acceptance of Building Water Supply, Drainage and Heating Engineering“ (GB 50242-2002) zu beachten.

Tabu 14

Die Mehrzahl der im Bauwesen verwendeten Materialien, Maschinen und Gegenstände verfügen nicht über die Produktqualifizierungszertifikate oder technischen Qualitätsbewertungsdokumente, die vom Staat oder Ministerium zur Erfüllung der aktuellen Kriterien verlangt werden.

Folgen: Mangelnde Qualität des Projekts, versteckte Unfallgefahren, nicht termingerechte Fertigstellung und Nacharbeitsbedarf tragen zu verlängerten Bauzeiten und höherem Arbeits- und Materialeinsatz bei.

Maßnahmen: Die in Wasserversorgungs-, Entwässerungs-, Heizungs- und Sanitärprojekten verwendeten Primärprodukte, Materialien und Werkzeuge müssen über technische Qualitätsbewertungsdokumente oder Produktqualifizierungszertifikate verfügen, die vom Staat oder Ministerium ausgestellt wurden und den aktuellen Standards entsprechen. Ihre Produktnamen, Modelle, Spezifikationen und nationalen Qualitätsstandards müssen gekennzeichnet sein. Codename, Herstellungsdatum, Name und Standort des Herstellers, Prüfzertifikat oder Codename des ab Werk gelieferten Produkts müssen angegeben sein.

Tabu 15

Ventilumdrehung

Folgen: Viele Ventile, darunter Rückschlagventile, Drosselventile, Druckminderventile und Absperrventile, weisen eine bestimmte Richtung auf. Die Funktion und Lebensdauer des Drosselventils werden beeinträchtigt, wenn es verkehrt herum eingesetzt wird. Dies kann sogar tödlich sein.

Maßnahmen: Bei herkömmlichen Ventilen ist der Ventilkörper mit einer Richtungsmarkierung versehen. Ist keine Richtungsmarkierung vorhanden, sollte das Ventil anhand seiner Funktionsweise genau identifiziert werden. Das Medium sollte den Ventilanschluss von unten nach oben durchströmen, damit das Öffnen arbeitssparend ist (da der Mediumdruck nach oben gerichtet ist) und das Medium nach dem Schließen nicht auf die Packung drückt, was die Wartung erleichtert. Der Ventilhohlraum des Absperrventils ist von links nach rechts asymmetrisch. Das Absperrventil kann daher nicht umgedreht werden.

Wird der Absperrschieber verkehrt herum, also mit dem Handrad nach unten, eingebaut, verbleibt das Medium längere Zeit im Ventildeckelbereich. Dies ist schädlich für die Korrosion des Ventilschafts und verstößt gegen die Vorschriften einiger Verfahren. Ein gleichzeitiger Austausch der Dichtung ist sehr umständlich. Der freiliegende Ventilschaft wird durch Feuchtigkeit beschädigt, wenn der Absperrschieber mit steigender Spindel unterirdisch eingebaut wird. Achten Sie beim Einbau des Rückschlagventils darauf, dass die Scheibe aufrecht steht, damit sie leicht angehoben werden kann. Achten Sie beim Einbau des Rückschlagventils darauf, dass der Stiftschaft waagerecht ist, damit er sich ungehindert öffnen lässt. In horizontalen Rohrleitungen sollte das Druckminderventil gerade und nicht geneigt montiert werden.

Tabu 16

Manuelles Öffnen und Schließen des Ventils, übermäßige Kraft

Folgen: von Ventilschäden bis hin zu Katastrophen

Maßnahmen: Die Festigkeit der Dichtfläche und die erforderliche Schließkraft werden bei der Konstruktion des Handventils sowie seines Handrads oder Griffs für den alltäglichen Gebrauch berücksichtigt. Daher kann es nicht mit einem langen Schraubenschlüssel oder Hebel bewegt werden. Manche Menschen sind an die Verwendung eines Schraubenschlüssels gewöhnt und sollten daher äußerst vorsichtig sein und nicht zu viel Kraft aufwenden, da dies die Dichtfläche beschädigen oder das Handrad und den Griff durch den Schraubenschlüssel beschädigen kann. Die zum Öffnen und Schließen des Ventils aufgebrachte Kraft sollte gleichmäßig und ohne Unterbrechung sein.

Bei einigen Hochdruckventilen, die beim Öffnen und Schließen einen Aufprall verursachen, wurde berücksichtigt, dass diese Aufprallkraft nicht mit der von Standardventilen identisch sein kann. Vor dem Öffnen muss das Dampfventil vorgewärmt und das Kondenswasser abgelassen werden. Um Wasserschläge zu vermeiden, sollte das Ventil möglichst langsam geöffnet werden. Nach dem vollständigen Öffnen des Ventils muss das Handrad leicht umgedreht werden, um das Gewinde festzuziehen und ein Lösen und eine Beschädigung zu vermeiden.

Bei Ventilen mit steigender Spindel ist es wichtig, die Position der Spindel im vollständig geöffneten und im vollständig geschlossenen Zustand zu beachten, um ein Erreichen des oberen Totpunkts zu vermeiden. Außerdem lässt sich leicht feststellen, ob dies im vollständig geschlossenen Zustand typisch ist. Die Position der Ventilspindel verschiebt sich im vollständig geschlossenen Zustand, wenn die Ventilspindel abbricht oder sich erhebliche Materialablagerungen zwischen der Ventilkerndichtung befinden. Das Ventil kann leicht geöffnet werden, damit der schnelle Durchfluss des Mediums die starken Schmutzablagerungen aus der Rohrleitung spült, bevor es vorsichtig geschlossen wird (nicht abrupt oder heftig schließen, um zu vermeiden, dass verbleibende Verunreinigungen die Dichtfläche einklemmen). Starten Sie das Ventil erneut, wiederholen Sie dies mehrmals, spülen Sie den Schmutz aus und verwenden Sie es dann wie gewohnt.

Beim Schließen von stromlos offenen Ventilen sollten Ablagerungen auf der Dichtfläche vor dem Schließen mit der oben beschriebenen Technik entfernt werden. Um eine Beschädigung des Ventilschaftvierkants, ein Versagen beim Öffnen und Schließen des Ventils und Produktionsunfälle zu vermeiden, sollten Handrad und Griff bei Bruch oder Verlust schnellstmöglich ausgetauscht werden. Ein flexibler Schraubenschlüssel ist nicht zum Austausch geeignet. Nach dem Schließen des Ventils kühlen manche Medien ab, wodurch sich das Ventil zusammenzieht. Um die Entstehung eines Risses auf der Dichtfläche zu verhindern, sollte der Bediener das Ventil rechtzeitig wieder schließen. Stellt sich während des Eingriffs eine Überlastung heraus, sollte die Ursache abgeklärt werden.

Bei zu fester Dichtung kann die Dichtungspackung angepasst werden. Das Personal sollte darauf hingewiesen werden, den Ventilschaft zu fixieren, falls er schief ist. Muss ein Ventil zu diesem Zeitpunkt geöffnet werden, kann das Gewinde des Ventildeckels um eine halbe bis ganze Umdrehung gelöst werden, um den Ventilschaft zu entlasten. Anschließend kann das Handrad gedreht werden. Bei manchen Ventilen dehnt sich der Verschluss im geschlossenen Zustand durch Hitze aus, was das Öffnen erschwert.

Tabu 17

Unsachgemäße Installation von Ventilen für Hochtemperaturumgebungen

Folgen: Verursachen einer Verschüttung

Maßnahmen: Da Hochtemperaturventile über 200 °C bei Raumtemperatur eingebaut werden, müssen sie nach dem Normalbetrieb, wenn die Temperatur steigt, sich die Schrauben durch die Hitze ausdehnen und der Spalt größer wird, nachgezogen werden, um die „Wärmedichtheit“ aufrechtzuerhalten. Bediener müssen sich auf diese Aufgabe konzentrieren, da sonst leicht Leckagen auftreten können.

Tabu 18

Mangelnde Drainage bei kaltem Wetter

Maßnahmen: Das Wasser, das sich hinter dem Wasserventil angesammelt hat, muss entfernt werden, wenn es draußen kühl ist und das Wasserventil eine Weile geschlossen war. Kondenswasser muss abgelassen werden, wenn das Dampfventil den Dampf abgestellt hat. Der Boden des Ventils ähnelt einem Stöpsel, der geöffnet werden kann, um Wasser abzulassen.

Tabu 19

Nichtmetallisches Ventil, die Öffnungs- und Schließkraft ist zu groß

Maßnahmen: Nichtmetallische Ventile gibt es in verschiedenen Stärken, manche sind hart und spröde. Beim Öffnen und Schließen sollte die Kraft nicht zu groß, insbesondere nicht zu aggressiv, sein. Achten Sie außerdem darauf, Stöße zu vermeiden.

Tabu 20

Neue Ventilpackung zu eng

Maßnahmen: Die Packung sollte beim Betrieb des neuen Ventils nicht zu fest gepackt werden, um Leckagen, übermäßigen Druck auf den Ventilschaft, beschleunigten Verschleiß und mühsames Öffnen und Schließen zu vermeiden. Ventilbauverfahren, Ventilschutzeinrichtungen, Bypass und Instrumentierung sowie der Austausch der Ventilpackung sind wichtige Überlegungen, da die Qualität der Ventilinstallation direkte Auswirkungen auf die Nutzung hat.


Veröffentlichungszeit: 11. Mai 2023

Anwendung

Unterirdische Rohrleitung

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Bewässerungssystem

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Wasserversorgungssystem

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Ausrüstungsbedarf

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